Warum Reagieren Viele Leute So Entsetzt Auf Langzeitstillen? Gibt Es Auch Argumente *warum*?
Ich stille meinen Sohn (17 Monate) immer noch – normalerweise jetzt aber nur noch vor dem Schlafengehen bzw der Mittagspause und ab und zu auch mal zwischendurch, aber nur wenn wir zuhause sind oder in einem Rahmen in dem sich das ergibt – also normalerweise gar nicht draußen.
Trotzdem bemerke ich doch immer wieder wie ablehnend manche darauf reagieren – und muss echt sagen, dass mich das total erstaunt, zumal einige davon es echt besser wissen sollten.
Mein Sohn ist kerngesund, mir geht es gut – und er ist ganz normal entwickelt, fängt auch ganz schön an zu trotzen, löst sich also auch schon gut von Mama, entdeckt gerade sehr stark seinen eigenen Willen – es ist also mit Sicherheit nicht so, dass ich ihn wie ein kleines Baby behandele nur weil er von mir noch gestillt wird.
Dennoch lassen einige Kommentare die ich so mitbekommen habe (im Internet und auch in Gesprächen wenn Verwandte mitbekommen haben das ich noch stille) darauf schließen, dass als generelle Meinung vorherrscht, jetzt “sei doch langsam mal Zeit abzustillen” und “da muss doch was nicht ganz stimmen”.
Dabei empfiehlt sogar die WHO allen stillenden Müttern *mindestens* zwei Jahre zu stillen – und in vielen anderen Ländern ist es absolut üblich und die Normalität, ein Kind mindestens solange zu stillen – das heißt, meistens sogar länger…
Ich würde gerne wissen, was genau die Argumente derjenigen sind, die sich angesichts der Information, dass eine Mutter ihr Kleinstkind noch stillt, so ablehnend äußern – ich würde das gerne verstehen.
Bisher kamen nie wirklich Argumente sondern immer nur so ein schwammiges “Jetzt ist es einfach langsam Zeit” – ohne Gründe, wenn überhaupt kam mal ein “Das Kind muss sich doch abnabeln können” – was totaler Blödsinn ist insofern dass sich mein Sohn im Vergleich zu anderen Kindern seines Alters ganz altersentsprechend verhält – das kann ich beobachten weil wir viel Kontakt zu Gleichaltrigen haben.
Also – ich hätte gerne ein paar Argumente die nicht auf einem “man macht das eben so” fußen…
Ansonsten: Ich bin überzeugte Langzeitstillerin und werde bestimmt nicht damit aufhören solange das Stillen meinem Sohn offensichtlich gut bekommt – diese Frage stelle ich daher nur aus Interesse, einfach um vielleicht besser verstehen zu können ob vielleicht doch ein paar logische Argumente hinter dieser Ablehnung stecken. Oder ob es, wie ich leider vermute, doch nur kulturell angelernte Ablehnung ist gegenüber etwas, dass man als “fremd” und daher abzulehnen einstuft…





