Juni
17

Wir hatten unsere Kinder zweisprachig erzogen, obwohl wir beide Deutsch sind. Allerdings verkehrten wir auch mit Englischsprachigen. Wir kauften Kinderbücher in der Sprache, machten dort Urlaub und liehen uns Bücher (besonders mit Kassette) für Kinder vom British Council hier in Köln aus, als es den noch gab. So konnten so viel Deutsch wie Englisch. Ja, die Mädchen konnten mit 5 Jahren Englisch lesen. Ich hatte ihnen das mit dem Reading Scheme (12 x 3 Büchlein, Ladybird) beigebracht. Bei dem Jungen ließ das nach, weil wir auch nicht mehr so aktiv unter Englischsprachigen waren. Er entwickelte sich, wie mir schien, anders, als die Mädchen. Sie waren weiter, internationaler. Eben anders aufgewachsen. Daran sieht man aber auch, das ohne die Sprache zu leben es nicht so tiefgründig werden kann. Aber es bewahrheitete sich was Goethe schon sagte, dass man die eigene Sprache am besten über eine fremde besser verstehen würde. Der Horizont wird weiter.
Man sagt, dass die Kinder bis zum 5 Lebensjahr sehr leicht und spielerisch eine Sprache lernen – ja 2 oder gar 3. Aber das Umfeld muss da sein. Mit Kinderbüchern alleine schafft man nur eine kleine Grundlage für später.

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12 Kommentare

Hans-J. St. 17/06/09 @ 19:19

Das wäre zwar hübsch, aber das wird nicht funktionieren. Denn ein Kind kann eine Sprache an einem Elternteil fest machen. Wenn aber beide Deutsch sind, dann ist es unklar, wer für die andere Sprache zuständig ist (außer, er ist ein Sprachgenie).
Aber, man kann zumindest eine 2. Sprache immer wieder zuhause sprechen, aus Spaß oder singen, so kommen Kinder auch schon der Sprache ein wenig näher. Wenn sie die dann später lernen, haben sie Vorteile.

Poppy_I. 17/06/09 @ 19:19

Meine Enkeltochter (sie ist jetzt 4 Jahre) lernt seit einem Jahr Englisch nach Helen Doren – nachfolgend eine Auszug aus dem Internet:
Herzlich willkommen bei Helen Doron Early English, der einzigartigen, leichten und natürlichen Methode Englisch zu lernen – egal, welche Muttersprache ein Kind spricht.
Diese anerkannte und erprobte Methode des Englisch für Kinder wurde von der Linguistin Helen Doron entwickelt. Bereits seit 1985 werden Kleinkinder und Kinder auf der ganzen Welt nach dieser ganzheitlichen Methode unterrichtet. Allein in Deutschland besuchen über 25.000 Kinder eines der über 130 Learning Centres oder werden durch eine der über 400 mobilen Helen Doron Early English Lehrkräfte angeleitet. Der Unterricht macht Spaß und ist höchst erfolgreich. Alles basiert auf dem Muttersprachenprinzip, dem natürlichen Lernweg, mit dem ein Kind auch seine Muttersprache erlernt: durch wiederholtes Hören und positive Bestärkung. So wird Englisch für Kinder auf eine ganz natürlilche Art und Weise vermittelt.
Helen Doron selbst steht im ständigen Austausch mit Helen Doron Early English Lehrern auf der ganzen Welt. Dies ist notwendig, um gewährleisten zu können, dass das existierende Material ständig aktualisiert werden kann, und neue Materialien, die auf die Bedürfnisse der Kinder und Lehrer abgestimmt sind, entwickelt werden können.
Ich bin ganz begeistert, wie locker und selbstverständlich meine Enkeltochter mit mir – in einfachen Sätzen.
Näheres findest du unter:http://www.helendoron.de/index.php?optio…
Viel Erfolg
Bessi

bessi182 17/06/09 @ 19:19

Also wenn man eine Sprache wirklich perfekt beherscht (z.B. englisch oder französisch) dann finde ich das eine gute Sache. Kann man das aber nicht, dann sollte man es lieber lassen, weil wenn man dem Kind einmal in der grammatik was falsches beigebracht hat, dann bekommt man das aus dem Kind so schnell nicht mehr raus und in der Schule wird es dann früher oder später schwierigkeiten haben.

Darling8 17/06/09 @ 19:19

Ich habe keine Kinder,aber ich weis von meiner Arbeitskollegin,sie hat ihre Tochter 2sprachig erzogen,sie lernte sehr schnell Englisch,obwohl die Eltern jetzt leider geschieden sind,beide sind Deutsche,die Tochter hat bereits in der Schule gemerkt das sie Aussprache anders ist ,als was die Eltern für richtig halten,sie hat es nicht einfach,wird geägert ,du weis ja immer alles besser.

Engellad 17/06/09 @ 19:19

Ich denke,dass man den Kindern erstmal eine Sprache beibringen,die sie dann richtig können,bevor da noch eine zweite dazu kommt.Das wird sicherlich nur verwirren.Die Kinder lernen ja zum Teil schon im Kindergarten Englisch,auf die 3 Jahre kommt es dann ja nicht wirklich an.

Ja. Ich habe das so gemacht.
Habe mit meinen Kindern immer zwischendurch
englisch und niederländisch gesprochen,
entsprechende Bücher gelesen und Filme gesehen.
Verstanden haben sie alles
und später diese Sprachen gut gelernt
und weitere dazu.

suzie the pilgrim 17/06/09 @ 19:19

nein, welches sollte die zweite Sprache sein?
Man könnte zwar eine weitere Sprache reden, aber wenn beide Elternteile deutsche sind, können sie die weitere Sprache vermutlich nicht perfekt und bringen dem Kind etwas falsches bei.
Ich finde es reicht, wenn sie mit 6 Jahren Englisch in der Schule lernen und in der weiteren Schule ggf. noch eine zweite Fremdsprache. Ich finde nicht dass man ein Sprachengenie sein muss.

Tessa-Lo Nicky 17/06/09 @ 19:19

Also bei meinen ist es nicht so.
Ich bin in der Schule in Englisch wirklich gut, und hatte außerdem noch ein Jahr Französisch.
Wie sollten sie das auch machen, wenn beide Elternteile kein Wort englisch können xDD

SOS Katze 17/06/09 @ 19:19

Na warum denn nicht? Völlig zweisprachig wird das nicht rauskommen, aber sicher den Sprachhorizont der Kids erweitern.

Habe zwar keine Kinder, aber würde meinem Kind/meine Kinder meine Muttersprache und die Sprache Deutsch beibringen…

diana s. 17/06/09 @ 19:19

Ja, ich versuche ihm italienisch nahe zu bringen und meine etwas englisch, also sogar ein wenig dreisprachig.

[...] Schon seit einiger Zeit sind die Vorteile der zweisprachigen Erziehung bekannt. Sie können beispielsweise auch später im Leben Sprachen schneller erlernen. Während früher sogar noch dazu geraten wurde, Kinder einsprachig zu erziehen um sie nicht zu “verwirren”, möchten heute sogar einsprachige Familien ihre Kinder zweisprachig erziehen. [...]

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